DEZEMBER - JANUAR

2015/16   ZUM NIEDERKNIEN

LUKAS BLEUEL   YOOJIN CHANG   DANIEL HÖRNER   FEE KUERTEN   NICOLAS LILLO EVELYN MÖCKING   PHILIP SPIEGELBERG   MARIA WINDSCHÜTTEL   TING ZHANG

LAUFZEIT 4. DEZEMBER BIS 13. JANUAR 2016

 

Unsere Dezember-Ausstellung widmen wir unseren Künstlern.  

 

LUKAS BLEUEL, geb. 1988 erweiterte sein Bachelor-Studium der Freien Kunst bei den Professoren Jeanne Faust, Nick Maus, Birgit Megerle und Achim Hoops an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg um ein Masterstudium, dass er im Jahr 2015 abschloss. Er thematisiert in seinen großformatigen Aquarellen phantastische irrationale Szenen die einerseits an die Bildkunst eines Hieronymus Bosch erinnert, sich andererseits ins Unkonkrete verliert, dabei aber eine ruhige Tiefe und Vielschichtigkeit entwickelt, die den Betrachter in immer wieder neue Betrachtungswinkel zieht. 

 

YOOJIN CHANG, geb. 1984 in Seoul/Süd-Korea, schloss ihr Studium an der HfbK bei Professor Werner Büttner und Professor Dr. Michael Diers im Jahr 2014 ab. Neben dem DAAD Leistungsstipendium für ausländische Studierende erhielt sie den Kunstpreis der Kunststiftung Christa und Nikolaus Schües, mit dem besonders vielversprechende Nachwuchskünstler gefördert werden. Ausgehend vom Hintergrund füllt sie ihre "Film-Sets" Stück für Stück mit Akteuren, schlussendlich schweift der Blick an den Protagonisten vorbei und richtet sich auf die Komparsen, die sich in bizarren, mitunter auch irrwitzigen Szenerien zu befinden scheinen. 

 

DANIEL HÖRNER, geb. 1978 absolvierte sein Studium der Freien Kunst bei Professor Ludger Gerdes an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Seine Malereien bestechen durch eine mit großer Konsequenz und Systematik ausgearbeiteten Bildsprache. Er verarbeitet in seinen Bildern geometrische Grundformen, denen er durch fein nuancierte Farbverläufe und Schattenwürfe eine außergewöhnliche Strahlkraft verleiht, er öffnet die Begrenzung des Bildes, seine Flächen entwickeln eine vielschichtige, räumliche Tiefe. Farbebenen, Linien, Schnitte, Schatten überlagern, unterwandern und begegnen einander. Titel wie Brücke, Wende, Heim, New Basics verweisen auf das Sinnstiftende außerhalb seiner Bilder.  

 

FEE KUERTEN, geb. 1988 studierte bei Professorin Jutta Koether und Felix Kubin an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg. Sie arbeitet als visuelle und auditive Künstlerin. 7TÜREN präsentierte Arbeiten ihrer Reihe 'Creeping out of the Canvas: Gestenbilder'. Diese Installation hinterfragt die Malerei selbst. Der Betrachter bewegt sich zwischen klassischer und moderner Abbildung der Malerei. Die Installation wird mit einer Musik-Performance verbunden, in der die Künstlerin in der Projektion steht und eigene Kompositionen durch das Schichten von Sounds darbietet und somit das Medium Sound/Musik in Verbindung mit freier Kunst und dessen Grenze auflöst. 'Musik ist Malerei ist Musik'. 2014 erhielt Fee Kuerten den ASA-Preis und erweiterte ihr Studium (Diplom 2015) an der SMFA in Boston u.a. bei Nate Harrison und Mary Ellen Strom. Kuerten gründete das musikalische Projekt Tellavision, LADA, sowie das Label 'Bloody Hands Ltd.' (Blooha UnLtd.). 

 

NICOLAS LILLO, geb. 1983 in Buenos Aires. Nach einem Diplom als Visual Media Designer, entschied er sich für ein Kunststudium an der Königlichen Kunsthochschule in Stockholm, dass er abbrach um sein Master Studium an der HFBK bei Prof. W. Büttner in Hamburg fortzusetzen. In seinem künstlerischen Schaffen nimmt Nicolas Lillo Bezug auf die Ästhetik der Gothic-Szene und verknüpft diese mit dem aktuellen Gefühl einer Informationsübersättigung. Er arbeitet mit den Medien Öl, Video und Musik. Durch vielfache Materialüberlagerungen – Schichtungen aus Zögern, Bedauern und wiederholtem Auftragen von Farben, dem zufälligen Anhäufen von Zweifeln – versucht er dem Streben nach dem perfekten Werk des herkömmlichen Kunstverständnisses zu entgehen und gibt dekorativer Zersetzung und dem Unbewussten den Vorzug. 

 

EVELYN MÖCKING, geb. 1984 schloss ihr Studium der Kulturwissenschaften der ästhetischen Praxis 2011 mit Diplom ab. Nach einer Assistenz in der Präparationswerkstatt des Naturhistorischen Museum in Mainz entschied sie sich für ein Studium der bildenden Kunst/Bildhauerei bei Professorin Pia Stadtbäumer, dass sie 2015 mit dem Master abschloss. Möcking thematisiert in ihren Arbeiten organische Elemente, die den Tod ebenso wie das Leben sichtbar machen, aber auch ein Dazwischen zulassen. Durch die Abstraktion und die Ästhetisierung der Materialien wird der Ekel und die Idee der Verwesung transformiert. Es entstehen neue Synergien, die brachial, archaisch als auch ästhetisch und leicht wirken.

 

PHILIP SPIEGELBERG, geb. 1971 in Hamburg. Seit seinem Diplom der Gestaltung an der HAW/Hamburg widmet er sich der experimentellen/mechanischen Malerei. Er beschäftigt sich mit dem Unbewussten, dem verbal nicht fassbaren. Er arbeitet vorsatzfrei und stark experimentell. Dabei nutzt er chemische und physikalische Prozesse und lässt sich von diesen Abläufen leiten. Er fixiert die Zustände, die ihn beeindrucken - hier entstehen seine Bilder und Objekte. Wir zeigen seine neuesten Arbeiten aus der Serie Körperbilder.

 

MARIA WINDSCHÜTTEL, geb. 1986 in Dresden, schloss ihr Studium der Malerei bei Professor Werner Büttner 2013 mit Diplom ab. Ein immer wiederkehrendes Thema in den Gemälden Maria Windschüttels sind Tiergestalten wie Fische, Füchse, Schwäne als animalisches Gegenüber von Frauen, Mädchen und Männern, mit denen sie in einen metarmorphen Zustand zu treten scheinen. Windschüttels Bilder leben von einem nicht auflösbaren Zwiespalt voll roher Gewalt und entwaffnender Zartheit. Ausgehend von Farbkleksen ersinnt sie Fabelwelten, die als Verdichtung aus dem Untergrund hervorzuteten scheinen.

 

TING ZHANG, geb. 1982 in Dalian, China, ergänzte sein Studium der Malerei an der Onomichi City University, Japan um ein Masterstudium der freien Kunst/Malerei bei Prof. Werner Büttner, dass er 2015 abschloss. Im gleichen Jahr erhielt er den Nachwuchspreis der Kunststiftung Schües, mit dem besonders vielversprechende Nachwuchskünstler der Hochschule der bildenden Künste gefördert werden. Zhang greift in seinen Arbeiten alltägliche, religiöse und politische Themen auf und überhöht diese teils ironisch teils illustrativ visionär. Seine Themen spielen sich im sozialen Umfeld ab, und werfen ein Schlaglicht auf einzelne Individuen und ihre widersprüchlichen Handlungen. 

OKTOBER - NOVEMBER

GLÜCKSELIG

LUKAS BLEUEL  EVELYN MÖCKING

LAUFZEIT 16. OKTOBER BIS 23. NOVEMBER 2015

 

Glückseligkeit (griech. Eudämonie), der Zustand des sinnlich-vernünftigen Wesens, in welchem es nicht nur seine Bedürfnisse, sondern auch seine Wünsche befriedigt sieht, oder (nach Kant) in welchem ihm im Ganzen seiner Existenz alles nach Wunsch und Willen geht.

 

Weil aber Menschen unterschiedliche Vorstellungen vom Zweck ihres Daseins oder vom Wesen des Menschen haben, verstehen sie unter Glück meistens etwas anderes. Die einen denken, es sei Macht, Besitz, die anderen Sinnenlust, andere Ehre oder die Beschäftigung mit Kunst und Wissenschaft oder gar Tugendhaftigkeit. 

 

Der Ausstellung mit dem Titel GLÜCKSELIG zeigt übergroße, durch vielfache Farbüberlagerungen szenisch verdichtete Aquarelle Lukas Bleuels und stellt diese der aus Blutmehl und Lack angefertigten Malerei "Puls" von Evelyn Möcking gegenüber. Das Material darf hier durchaus symbolisch verstanden werden. Blut als Lebenssaft, als Substanz die sowohl Nahrung bedeutet, jedoch auch Tod und Wiedergeburt in sich trägt. Viele Vorstellungen kreisen um das Blut als Sitz der Seele, weltweit verbreitet sind Gebräuche, die mit Blut hilfreiche, erlösende Kräfte beschwören oder feindliche, zerstörerische, dämonische Einflüsse vertreiben sollen.

 

LUKAS BLEUEL, geb. 1988 erweiterte sein Bachelor-Studium der Freien Kunst bei den Professoren Jeanne Faust, Nick Maus, Birgit Megerle und Achim Hoops an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg um ein Masterstudium, dass er im Jahr 2015 abschloss. Er thematisiert in seinen großformatigen Aquarellen phantastische irrationale Szenen die einerseits an die Bildkunst eines Hieronymus Bosch erinnert, sich andererseits ins Unkonkrete verliert. Dabei aber eine ruhige Tiefe und Vielschichtigkeit entwickelt, die den Betrachter in immer wieder neue Betrachtungswinkel zieht. Er verarbeitet in dieser Aquarell-Serie das Thema der Reizüberflutung und setzt diesem den Moment der Verlangsamung entgegen. Bleuels großformatige Aquarelle zeichnen sich durch eine mit großer Konsequenz ausgearbeiteten Bildsprache und eine besondere Leuchtkraft aus.

 

EVELYN MÖCKING, geb. 1984 schloss ihr Studium der Kulturwissenschaften der ästhetischen Praxis 2011 mit Diplom ab. Nach einer Assistenz in der Präparationswerkstatt des Naturhistorischen Museum in Mainz entschied sie sich für ein Studium der bildenden Kunst/Bildhauerei bei Professorin Pia Stadtbäumer, dass sie 2015 mit dem Master abschloss. Möcking thematisiert in ihren Arbeiten organische Elemente, die den Tod ebenso wie das Leben sichtbar machen, aber auch ein Dazwischen zulassen. Durch die Abstraktion und die Ästhetisierung der Materialien wird der Ekel und die Idee der Verwesung transformiert. Es entstehen neue Synergien, die brachial, archaisch als auch ästhetisch und leicht wirken.

SEPTEMBER - OKTOBER

COURAGE

DANIEL HÖRNER  FEE KUERTEN

LAUFZEIT 7. SEPTEMBER BIS 2. OKTOBER 2015

 

Der Ausstellungstitel COURAGE steht stellvertretend für den Mut und die Standhaftigkeit als Voraussetzung jeglicher Kreativität. 7TÜREN präsentiert Malereien von Daniel Hörner und Fee Kuerten. Beide beziehen sich in ihrer Arbeit auf grafische Standards, die Ihnen als Basis zur Entwicklung ihrer unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksweisen dienen. 

 

DANIEL HÖRNER, geb. 1978 absolvierte sein Studium der Freien Kunst bei Professor Ludger Gerdes an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Seine Malereien bestechen durch eine mit großer Konsequenz und Systematik ausgearbeiteten Bildsprache. Er verarbeitet in seinen Bildern geometrische Grundformen, denen er durch fein nuancierte Farbverläufe und Schattenwürfe eine außergewöhnliche Strahlkraft verleiht. Er öffnet die Begrenzung des Bildes, seine Flächen entwickeln eine vielschichtige, räumliche Tiefe. 

 

Die Ausstellung zeigt großformatige Arbeiten aus dem Jahr 2012 und stellt diese seinen aktuellen Arbeiten gegenüber. In seiner neuen Werkgruppe entwickeln Hörners Bilder eine ungeahnte Tiefenwirkung, punktuelle Verwischungen kreieren Lichtmomente, zart geschwungene Overdub-Linien zerteilen und vereinen lässig zugeschnittene Flächen. 

 

Farbebenen, Linien, Schnitte, Schatten überlagern, unterwandern und begegnen einander. Titel wie Brücke, Wende, Heim, New Basics verweisen auf das Sinnstiftende außerhalb seiner Bilder.  

 

FEE KUERTEN, geb. 1988 studierte bei Professorin Jutta Koether und Felix Kubin an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg. Sie arbeitet als visuelle und auditive Künstlerin. 7TÜREN präsentiert Arbeiten ihrer Reihe 'Creeping out of the Canvas: Gestenbilder'. Diese Installation hinterfragt die Malerei selbst. Der Betrachter bewegt sich zwischen klassischer und moderner Abbildung der Malerei. Diese Installation wird mit einer Musik-Performance verbunden, in der die Künstlerin in der Projektion steht und eigene Kompositionen durch das Schichten von Sounds darbietet und somit das Medium Sound/Musik in Verbindung mit freier Kunst und dessen Grenze auflöst. 'Musik ist Malerei ist Musik'

 

Die Performance beleuchtet beim Übergang vom zwei- in den dreidimensionalen Raum zwei Themen: Abstraktion und Expressivität. Fee Kuerten nutzt die größere Bandbreite an Ausdrucksmöglichkeiten, die Musik und Performance bieten, um diese auf ihre Malerei zu übertragen. Ausgangsparameter wie Farbe, Größe des Bildes, der vordefinierte Raum, Schichtungen und Wiederholungen, das stilisieren von Fehlern schließlich die spontane, zerstörerische Geste, die aus dem vorgegebenen Raum ausbricht, ihn erweitert und sprengt. 

 

2014 erhielt Fee Kuerten den ASA-Preis und erweiterte ihr Studium (Diplom 2015) an der SMFA in Boston u.a. bei Nate Harrison und Mary Ellen Strom. Kuerten gründete das musikalische Projekt Tellavision, LADA, sowie das Label 'Bloody Hands Ltd.' (Blooha UnLtd.). 

JULI - AUGUST

LOSLASSEN

TING ZHANG  YOOJIN CHANG

LAUFZEIT 27. JULI BIS 29. AUGUST 2015

 

Die Ausstellung mit dem Titel "LOSLASSEN" spannt einen Bogen zwischen den figurativen Momentaufnahmen des Chinesen Ting Zhang und den filmischen Annäherungen der Süd-Koreanerin Yoojin Chang. 

 

Ting Zhang greift in seinen Arbeiten alltägliche, religiöse und politische Themen auf und überhöht diese teils ironisch teils illustrativ visionär. Zhang thematisiert in seinen Arbeiten, die sich vorwiegend im sozialen Umfeld abspielen, einzelne Individuen und ihre widersprüchlichen Handlungen. Dabei zeigt er großes Einfühlungsvermögen und Hingabe.

 

Die Süd-Koreanerin Yoojin Chang verfolgt eine andere Herangehensweise in ihren traumähnlichen Bildsequenzen. Ausgehend vom Hintergrund füllt sie ihre "Film-Sets" Stück für Stück mit Akteuren, schlussendlich schweift der Blick an den Protagonisten vorbei und richtet sich auf die Komparsen, die sich in bizarren, mitunter auch irrwitzigen Szenerien zu befinden scheinen.

 

TING ZHANG, geboren 1982 in Dalian, China, ergänzte sein Studium der Malerei an der Onomichi City University, Japan um ein Masterstudium der freien Kunst/Malerei bei Prof. Werner Büttner, dass er in 2015 abschloss. Im gleichen Jahr erhielt er den Nachwuchspreis der Kunststiftung Schües, mit dem besonders vielversprechende Nachwuchskünstler der Hochschule der bildenden Künste gefördert werden. 

 

YOOJIN CHANG, geboren 1984 in Seoul/Süd-Korea, schloss ihr Studium an der HfbK bei Professor Werner Büttner und Professor Dr. Michael Diers im Jahr 2014 ab. Neben dem DAAD Leistungsstipendium für ausländische Studierende erhielt sie ebenfalls den Kunstpreis der Kunststiftung Christa und Nikolaus Schües. Sie lebt und arbeitet in Hamburg. 

MAI - JULI

HAMBURGER SCHULE

NICOLAS LILLO  MARIA WINDSCHÜTTEL

LAUFZEIT 11. MAI BIS 11. JULI 2015

 

 

NICOLAS LILLO: In seinem künstlerischen Schaffen nimmt Nicolas Lillo Bezug auf die Ästhetik der Gothic-Szene und verknüpft diese mit dem aktuellen Gefühl einer Informationsübersättigung. Ausgehend von den Anweisungen der "antitutorials", verfolgt Lillo die Unterwanderung von Kreativität, Sprache und planvollem Schaffen in seiner Arbeit. Er bedient sich dabei verschiedenster  Medien  wie Öl, Video und Musik.

Durch seine vielfachen Materialüberlagerungen – Schichtungen aus Zögern, Bedauern und wiederholtem Auftragen von Farben, dem zufälligen Anhäufen von Zweifeln – versucht er dem Streben nach dem perfekten Werk des herkömmlichen Kunstverständnisses zu entgehen und gibt dabei der dekorativen Zersetzung und dem Unbewussten den Vorzug. 

 

 

MARIA WINDSCHÜTTEL: Ein immer wiederkehrendes Thema in den Gemälden Maria Windschüttels sind Tiergestalten wie Fische, Füchse, Schwäne als animalisches Gegenüber von Frauen, Mädchen und Männern, mit denen sie in einen metarmorphen Zustand zu treten scheinen.

Windschüttels Bilder leben von einem nicht auflösbaren Zwiespalt voll roher Gewalt und entwaffnender Zartheit. Ausgehend von Farbkleksen ersinnt sie Fabelwelten, die als Verdichtung aus dem Untergrund empor zu steigen scheinen.