DEZEMBER 2017

GOODBYE SANITY

BÜKE SCHWARZ

AUSSTELLUNGSDAUER: 03.  BIS 20. DEZEMBER 2017

 

Die 1988 in Berlin geborene Künstlerin Büke Schwarz zeigt in ihrer ersten Solo-Ausstellung in Hamburg Malerei auf verschiedenen Medien, Drucke in verschiedenen Ausprägungen darunter Radierungen, Siebdrucke, Linolschnitte und Prägedrucke, die sie innovativ verwendet und kombiniert sowie eine Videoinstallation.
 
Büke Schwarz studierte Malerei und Grafik an der Universität der Bildenden Künste von 2008-2014 bei Professorin Valérie Favre, deren Meisterschülerin sie war. Besondere Aufmerksamkeit widmete Sie Tief- und Hochdrucktechniken die sie bei Peter Pollaert und René Rehfeldt erlernte. Ein Stipendium führte sie an das Chelsea College of Art and Design, London. 2014 erweiterte Sie ihr Studium um Videokunst, welches sie bei Professorin Anna Anders an der Universität der Künste in Berlin absolvierte.
 
2010 erhielt sie den Helmut-Thoma-Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Druckgrafik. 2013 folgte der Ulrich und Burga Knispel-Preis für ihre Arbeit „CINÉMA SCHWARZ 24/7“ darüber hinaus erhielt sie 2017 das Stipendium der Dorothea-Konwiarz-Stiftung.
 
Büke Schwarz zeigt in ihrer Ausstellung „Goodbye Sanity“ narrative Bildwelten, die den Betrachter mit subtil gesetzten Lichtpunkten in eine fiktive Zwischenwelt führen. Ihre Figuren bieten dem Betrachter interessante Einblicke jenseits von Normen und Konventionen. Die Künstlerin überschreitet dabei nicht nur die Grenzen zur Realität und schafft eine „Science-Fiction“ ähnliche Atmosphäre zwischen Faszination und Irritation. Durch den Einsatz vielfältiger Medien wie Leinwand und Papier bis hin zur aufwändigen Installation schafft sie einen Dialog zwischen Bild und Betrachter und gibt diesem so die Möglichkeit mit ihren Werken zu interagieren.
 
In der Ausstellung werden Arbeiten der Serien „Creepy Is As Creepy Does“, „Popular“, „First“ sowie die Videoinstallation „Monitoring“ zu sehen sein. Bei dieser Installation zeigt die Künstlerin ein Video auf einem von ihr selbst modifizierten Monitor. Der Screen hat hierbei eine milchfarbene Anmutung. Die Betrachter können das Video partiell sichtbar machen, indem sie Polarisationsfiltern auf den Monitor halten. Bei "Monitoring" muss der Betrachter selbst in die Beobachtungshaltung gehen und sich das Bild mittels eines Filters selbst erschließen. Die Videoarbeit zeigt verschiedene Personen, alle beobachten und sind scheinbar unbeobachtet. Sie sind sichtbare Unsichtbare, gefangen in zwanghafter, scheinbar zielloser Beobachtung.
 
Die Serie „Popular“ stellt jeweils zwei Bildtafeln, bestehend aus einem Bildmotiv und einer Texttafel gegenüber. Es finden sich bekannte Protagonisten des öffentlichen Lebens wie Ozzy Osbourne, dem das Textpendant „I love you all ... but you`re all fucking mad“ zugeordnet ist. Weitere Couples sind unter anderem die Mode-Ikone Anna Della Russo, inszeniert als Mona Lisa (Text: „Lesson No4.: Fabulous at every age“).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

NO DISCIPLINE

NOVEMBER 2017

YOOJIN CHANG  ROMAN FRECHEN  MARTIN SCHOLTEN  BÜKE SCHWARZ MARIA WINDSCHÜTTEL  TING ZHANG

AUSSTELLUNGSDAUER: 04.  BIS 25. NOVEMBER 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ROMAN FRECHEN IN HAMBURG

MALEREI

AUSSTELLUNGSDAUER: 08.  BIS 28. OKTOBER 2017

 

 

 

Die Galerie zeigt erstmals eine Auswahl von Arbeiten des in Berlin lebenden Künstlers Roman Frechen in einer Einzelausstellung.

 

Roman Jan Frechen, 1990 in Köln geboren, machte im Juli 2017 seinen Abschluss als Meisterschüler von Valérie Favre an der Universität der Künste in Berlin. 2012 studierte er Japanische Malerei (Nihonga) an der Musashino Art University in Tokyo.

 

Im Zentrum seiner Arbeit steht die Ölmalerei, die er mit Glitzer, Blattgold und anderen Materialien veredelt.

 

Das Oeuvre von Roman Frechen öffnet sich dem Betrachter gleich einer Schatztruhe voller extremer, seltener und funkelnder Inhalte: Neben Portraits historischer Schönheiten und gefährlicher Tiere, glänzen Hennessy Paradis Imperial-Flaschen, martialische Äxte, japanische Deluxe-Melonen und Trauminseln.

 

Inspiriert von der Malerei des Barock, der Romantik und der Zeit des Biedermeier, schwärmen Roman Frechens Bilder vom Glanz vergangener Zeiten und verbinden diese mit fetischhaften Objekten der Gegenwart sowie Motiven aus japanischen Videogames und Internetkultur: Lola Montez neben Charakteren aus bekannten Videogames, wie Super Mario, Resident Evil (Biohazard バイオハザード) und dem „Touhou Project“ (東方 Project).

 

 

 

 

 

 

SEPTEMBER 2017

MARTA DJOURINA

FOTOGRAFIE

AUSSTELLUNGSDAUER: 09.  BIS 30. SEPTEMBER 2017

 

 

 

Marta Djourina setzt sich in ihrer analogen, zumeist kameralosen Photographie mit Licht in seinen verschiedenen Dimensionen auseinander. Sie untersucht dabei, wie sich die verschiedenen Faktoren Zeit, Raum und Zufall auf den künstlerischen Schaffungsprozess auswirken. Charakteristische Komponenten ihrer Arbeitsweise sind Faltungen des Foto-Papieres und Blindzeichnungen mit Licht. Teils überdecken diese Belichtungen die Faltungen, teils bilden sie Lichtpunkte und Schattenwürfe. Die Künstlerin verbindet in experimenteller Anordnung Alltagsgegenstände oder gefaltete Objekte, Papier und Licht miteinander und verwendet diese anstatt gängige Filmnegative als eine Art Filter. Alle ihre Arbeiten sind Unikate.

 

Die derart entstandenen Werke nennt sie „Filtergramme“. Durch die gleichmäßige Verteilung der Tiefenschärfe und die Filterung des Lichtes entwickeln diese Arbeiten eine grafische Anmutung. Es entstehen einzigartige, abstrakte und malerische Bilder, die auch das flüchtige Moment des performativen Akts in Form zarter „Erzählebenen“ festhalten.

 

Marta Djourina, 1991 in Sofia, Bulgarien geboren, studierte seit 2009 an drei Berliner Hochschulen. Zunächst an der Humboldt-Universität Kunst- und Bildgeschichte, führte sie dieses Studium mit dem Schwerpunkt Kunstwissenschaft und Technologie an der Technischen Universität Berlin fort und studiert seit 2012 mit Schwerpunkt Fotografie an der Universität der Künste in Berlin. 

 

2016 erhielt sie bei der IBB Preisverleihung für Photografie eine lobende Erwähnung. Bekannte Träger dieses Preises sind Alicja Kwade, Julius von Bismarck und Andreas Greiner. Sie erhielt das DAAD-Leistungsstipendium, absolvierte ein Auslandssemester an der Glasgow School of Art. 2016 wurde ihr der Photografie Preis PARIS X BERLIN verliehen. Daneben wurden ihre Arbeiten bereits in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt, so unter anderem im Kunstverein Berlin.

 

 

 

 

 

JUNI / AUGUST  2017

SMASH HITS

ANGELA ANZI   LUKAS BLEUEL   YOOJIN CHANG SOPHIE FENSCH   TANJA HEHMANN   JANUS HOCHGESAND   DANIEL HÖRNER  FEE KUERTEN NICOLAS LILLO  FRANZISKA OPEL  MARTIN SCHOLTEN  DIRK SPRINGMANN   STEFAN TRÄGER   TOBIMANN   MARIA WINDSCHÜTTEL   TING ZHANG

MALEREI, INSTALLATION, SKULPTUR, VIDEO, FOTOGRAFIE

AUSSTELLUNGSDAUER: 05. JUNI BIS 5. AUGUST 2017

 

JUNI

171 JAHRE KUNST IN HAMBURG

LYDIA BALKE   JANUS HOCHGESAND  FRANZISKA OPEL

7TÜREN ZU GAST IN DER AFFENFAUST GALERIE

LAUFZEIT: 9. BIS 17. JUNI 2017

 

MAI

DISPLAYED / DISPLACED

ANGELA ANZI  FRANZISKA OPEL

LAUFZEIT 7. BIS 27. MAI 2017

 

 

 

Nach gemeinsamer Ausstellung als Emerging Artists auf der Affordable Art Fair treffen sich Angela Anzi und Franziska Opel erneut, um zwei starke Positionen zu präsentieren. Ihre Duo-Show „DISPLACED DISPLAYED“ erstreckt sich über die zwei Etagen der 7TÜREN Galerie in der Neustadt. Im Fokus beider Künstlerinnen steht die Inszenierung ihrer Werke, die die Räume auf unterschiedliche Weise einnehmen.

 

Angela Anzi zeigt im oberen Geschoss zwei Objektgruppen, die jeweils an eine Performance gekoppelt sind, in der die Objekte zum Klingen gebracht werden. Mit spielerischer Akribie untersucht sie das Verhältnis verschiedener medialer Register zueinander sowie das Verhalten von Materialien, indem sie die Objekte mit Schall und Atmung zum Schwingen bringt. Dafür erfindet sie die Formate "Beschallung mit Objekten" und "Hilfestellungen an Objekten".

Franziska Opel lässt ihre künstlerischen Arbeiten als Leitsystem fungieren und führt die BesucherInnen in das Untergeschoss der Galerie. Sie zeigt ausgeklügelte Elemente, die aus dem öffentlichem Raum bekannt sind, sich diesem aber gleichzeitig entziehen. Dabei ist der Versuch sich an ihren Arbeiten gedanklich entlang zu hangeln zum Scheitern verurteilt, man ist „Lost in Control“.

 

Angela Anzi (*1981, CH) studiert im Master zeitbezogene Medien bei Jeanne Faust an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. 2013 erhielt sie das Leistungsstipendium für ausländische Studierende, sie ist Teil von der Wanderausstellung „your skin makes me cry“ lanciert durch das Goethe Institut und Olaf Stüber Berlin. 2015 war sie im Rahmen ihrer Teilnahme bei der Index für den Berenberg Kunstpreis nominiert sowie 2016 für den Hiscox Kunstpreis.

 

Franziska Opel (*1984, DE) studierte an der Hochschule für bildende Künste Hamburg bei Matt Mullican und Wigger Bierma. 2014 machte sie ihr Diplom mit Auszeichnung. 2012 erhielt sie das Jahresstipendium der Karl H. Ditze Stiftung für Diplomstudierende. Dieses Jahr wird sie eine Artist Residence in Helsinki antreten. Ihre Arbeiten wurden u.a. in Köln, München, Berlin, London, Sofia, Graz, Mailand und Prag ausgestellt.

 

 

 


APRIL

MENSCHENSOHN

TING ZHANG

LAUFZEIT 6.  BIS 29. APRIL  2017

 

 

 

In der Soloausstellung mit dem Titel "MENSCHENSOHN" zeigt der aus China stammende Maler Ting Zhang seine neuesten Arbeiten. Die Werkgruppe greift Szenen des Neuen Testaments auf und thematisiert deren Leitbilder wie den Judaskuss oder die Herabsteigung des Heiligen Geistes. 

 

Diese Bilder befriedigen nicht unser Verlangen nach ästhetischem Genuss. Sie stellen Fragen. Den Maler interessieren hierbei weniger die religiösen Themen, vielmehr nähert er sich den Gestalten und ihren Situationen über ihre Gesten an. Er versteht Christus als Symbol unserer sozialen Werte. Wir sehen Machtkonflikte wie Ausgrenzung und Unterwerfung, aber auch Ideale wie die Auferstehung. 

 

Die gesamte Werkgruppe ist in schwarz-weiss gehalten. Neben mehreren Arbeiten auf Leinwand besteht ein zentraler Arbeitsblock aus Papierarbeiten.

 

Ting Zhang, geboren 1982 in Dalian, China, ergänzte sein Studium der Malerei an der Onomichi City University, Japan um ein Masterstudium der freien Kunst/Malerei bei Prof. Werner Büttner, welches er im Jahr 2015 abschloss. Im gleichen Jahr erhielt er den Nachwuchspreis der Kunststiftung Schües, mit dem vielversprechende Nachwuchskünstler der Hochschule der bildenden Künste gefördert werden. 

 

Die Einführung während der Vernissage sprach Kunsthistorikerin Frau Professorin Dr. Ursula Panhans-Bühler.

 

 

 

MÄRZ

WENN DER PFAU WEINT

SOPHIE FENSCH  STEFAN TRÄGER

LAUFZEIT 4. MÄRZ BIS 1. APRIL  2017

 

 

 

Ein immer wiederkehrendes Thema in den Arbeiten der Malerin Sophie Fensch ist die Natur. Aufgewachsen auf Usedom, hat sie seit frühester Kindheit eine enge Beziehung zu der Insel in der Pommerschen Bucht. Den Schwerpunkt ihrer Arbeit bilden Landschaften, die jedoch nicht im klassischen Sinne Landschaftsmalerei darstellt, da es ihr primär um die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Malerei geht. 

 

Ihr Focus liegt auf Strukturen und Pinselduktus, es lassen sich ebenso neue Farbigkeiten entdecken. Die Kompositionen sind abstrakt. Man erkennt lasierende oder pastose Farbflächen, transparente Schichten und Schleier, teilweise geritzte oder gezeichnete Linien. Die Malerin vereint auf diese Art Flächen aus Transluzenz und Mattheit und erschafft so einen sinnlichen Nachhall ihrer Erinnerungen. 

 

Farbe ist wichtig, die Künstlerin arbeitet mit eigens angefertigter Eitempera und natürlichen Farbpigmenten sowie Kohle und Buntstiften direkt, ohne vorherige Skizzen, auf Leinwand. Die Pinselführung ist stets dynamisch, sie ritzt Details mit der Rückseite ihres Pinsels hinzu oder zeichnet mit spielerisch geführter Hand auf dem Malgrund. Die Arbeiten unterlaufen immer einen längeren Arbeitsprozess, sie wandeln sich stetig durch erneutes Übermalen und Einfügen zeichnerischer Elemente, analog zum Wandel in der Natur.

 

So entstehen Kompositionen mit Tiefe und feinen Nuancen. Dabei gibt es Ausgewogenheit aber auch Rhythmik und Bewegung. Wie ein angehaltener Moment von Klang und Rhythmus.

 

Sophie Fensch absolvierte ihr Studium der Bildenden Kunst an der Universität der Künste in Berlin bei Professor Robert Lucander und schloss dieses als Meisterschülerin im Jahr 2016 ab. 

 

 

In seiner Werkgruppe "Gallodorato" thematisiert der Künstler Stefan Träger das Schicksal männlicher Huhnküken, die in der Legehennenproduktion aussortiert und massenhaft vernichtet werden. Zur Anfertigung der Objekte werden deren Kadaver in eine spezielle Formmasse eingebettet und anschließend verbrannt. Der verbliebene Hohlraum wird mit Bronze gefüllt, ähnlicher einer Totenmaske. Auf diese Weise entstehen einzigartige Bronzeplastiken.

 

Stefan Träger (1990 in München) lebt und arbeitet in Berlin. Das Studium der Bildenden Kunst an der Universität der Künste Berlin bei Michaela Meise und Prof. Manfred Pernice schloss er 2016 nach Auslandsstudien in New York (2013) und Wien (2014) ab. Momentan befindet er sich im Meisterschülerstudium der Bildhauerei bei Prof. Manfred Pernice. 

 

 

 

 

JANUAR

THE HUMAN CONDITION

MARIA WINDSCHUETTEL  SIMONE KILL

LAUFZEIT 8. BIS 28. JANUAR 2017

 

 

 

Maria Windschüttel´s Malereien erzählen Geschichten von Erinnerungen und Träumen, von Vergangenheit und Gegenwart. Ein immer wiederkehrendes Thema in den Gemälden der Malerin sind Tiergestalten wie Fische, Füchse, Hunde, Schwäne als animalisches Gegenüber von Frauen, Mädchen und Männern, mit denen sie in einen metamorphen Zustand zu treten scheinen. Ihre Bilder leben von einem nicht auflösbaren Zwiespalt voll roher Gewalt und entwaffnender Zartheit. Ausgehend von Farbkleksen ersinnt sie Fabelwelten, die als Verdichtung aus dem Untergrund empor zu steigen scheinen.

 

Maria Windschüttel beendete 2013 ihr Studium der Malerei mit einem Diplom, dass sie bei Professor Werner Büttner an der Hochschule für Bildende Kunst in Hamburg absolvierte. Anschließende Arbeitsreisen führten sie u.a. nach Finnland und Kanada. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin.

 

In den Bildern der Malerin Simone Kill sieht man Figuren die sich in einem Stadium des Übergangs, der Umformung befinden. Körper verlieren ihre Eindeutigkeit, verblassen, lösen sich bis zur Unkenntlichkeit auf, sodass sie nicht mehr von ihrer Umgebung zu unterscheiden sind. Figuren an einer Schwelle gleich einer Transformation, einer Art "zu-sich-zu-kommen" wie auch "aus-sich-heraus-zu-gehen".

 

Simone Kill absolvierte ihr Studium der Bildenden Kunst an der Universität der Künste in Berlin bei Professor Burkhard Held und schloss dieses als Meisterschülerin 2016 ab. Im gleichen Jahr erhielt sie das Stipendium der Dorothea-Konviarz-Stiftung in Berlin.